Erwartungsmanagement richtig einsetzen: Praxistipps für Makler

Erwartungsmanagent für Immobilienmakler, iad Deutschland

Im Immobiliengeschäft haben Sie es oft mit einem Klientel zu tun, das berechtigterweise hohe Erwartungen an den Verkauf oder Kauf ihrer Immobilie mitbringt. Doch warum sind manche Kunden und Kundinnen am Ende begeistert, während andere trotz guter Leistung enttäuscht sind?

Der Schlüssel dazu liegt in der Erwartungs-Disconfirmation-Theorie von Richard L. Oliver – einem zentralen Erklärungsmodell für Kundenzufriedenheit im Dienstleistungsmanagement. Dieses werden wir im folgenden Beitrag daraufhin beleuchten, wie es sich auf die Immobilienberatung übertragen lässt.

Was ist die Erwartungs-Disconfirmation-Theorie?

Die Theorie besagt:

Zufriedenheit entsteht dann, wenn die wahrgenommene Leistung die Kundenerwartungen erfüllt oder sogar übertrifft.

Das bedeutet für Sie als Maklerinnen und Makler:

Der Umgang mit Kundenerwartungen ist mindestens so wichtig wie Ihre fachliche Leistung.

Erwartungen richtig managen

Nicht zu viel versprechen, aber auch nicht unter Wert verkaufen – realistische und transparente Kommunikation ist entscheidend.

Immobiliengeschäfte sind komplex und emotional – der Prozess birgt viele Unsicherheiten und Überraschungen. Hohe oder auch unrealistische Vorstellungen vom Verkaufspreis, der Dauer oder dem Ablauf sind keine Seltenheit. Werden diese Erwartungen nicht richtig gesteuert, führt das zu Frust und Vertrauensverlust.

Doch wenn Sie die Erwartungen gezielt erfragen, realistisch setzen und mit kleinen Überraschungen übertreffen, schaffen Sie eine Basis für echte Kundenzufriedenheit und nachhaltigen Erfolg.

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Erwartungen aktiv managen – so nutzen Sie die Theorie in der Praxis

Schon im ersten Beratungsgespräch sollten Sie systematisch die Erwartungen Ihrer Kunden abfragen:

Das verschafft Ihnen Klarheit über realistische Zielvorstellungen.

Vermeiden Sie überzogene Versprechungen und erläutern Sie offen die Marktsituation:

So schützen Sie sich vor Enttäuschungen und schaffen Vertrauen.

Der Verkaufsprozess kann unvorhersehbare Änderungen mit sich bringen.

Damit vermeiden Sie das Gefühl, die Kundin oder der Kunde werde „abgehängt“ oder übergangen.

Unser Tipp:

Nutzen Sie jede Kundenbeziehung als Lernchance, um Ihre Professionalität kontinuierlich zu steigern.

Ein kleines Extra oder eine prompte Reaktion kann den Unterschied machen:

Solche Momente erzeugen positive Disconfirmation (Die Leistung übertrifft die Erwartungen → hohe Zufriedenheit) und sorgen für eine höhere Wahrscheinlichkeit dafür, dass Ihre Kunden und Kundinnen Sie weiterempfehlen.

Nach Abschluss sollten Sie systematisch Feedback erfragen:

Fazit

📌 Praktische Tipps zum Erwartungsmanagement

1. Fragen Sie systematisch nach Erwartungen.
2. Nutzen Sie Checklisten oder kurze Fragebögen.
3. Kommunizieren Sie klar, ehrlich und verständlich.
4. Halten Sie Absprachen schriftlich fest.
5. Schulen Sie Ihr Team regelmäßig im Umgang mit
Kundenerwartungen.

Erwartungsmanagement ist der Schlüssel zum Erfolg

Wer gezielt nachfragt, realistisch kommuniziert und mit positiven Überraschungen punktet, verwandelt Kundenwünsche in echte Zufriedenheit – und damit in Vertrauen, Weiterempfehlungen und langfristige Bindung.

Bei iad bekommen Sie genau dafür die passenden Tools: Unser kostenfreies Schulungs- und Coachingangebot ist Teil Ihrer Mitgliedschaft und zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie solche Erfolgsmomente im Alltag konsequent umsetzen können.

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Quellen:

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlic, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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